Wustis Blog

Der Blog über Tobias Wust und seine Reise

…Wo selbst die Post ein Abenteuer sein kann

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Die Franzosen Cedric und Rafhael verlassen mich am Tag darauf. Ich bleibe also alleine im selben Hotel und bezahle 400 Rupees die Nacht. Manch einer mag sich nun fragen, warum ich solange nichts mehr in den Blog geschrieben habe, wenn ich doch in einem Hotel mit Wifi war. Ja lustige Geschichte dazu. Das Wifi in dem Hotel war ein bisschen komisch. Es hat nur manchmal funktioniert, wenn es nicht funktioniert hat, war da irgendein DNS-Fehler. Jedenfalls bin ich ein Fuchs und hab einfach mal probiert mich beim Router einzuloggen. Natürlich wurde nach einem Passwort gefragt. Aber immernoch als Fuchs habe ich das Passwort beim ersten Versuch erraten. Benutzername admin, Passwort admin. In den Router gehackt kommen einen dann natürlich die ganzen Dummheiten in den Sinn. Ich wollte das Zugangspasswort ändern, damit nurnoch ich das Wifi benutzen kann. Volle Bandbreite. Skypen ohne Ruckler! Was dann passiert ist verstehe ich nicht. Ich hab das Passwort fürs Wifi also geändert und bin rausgeflogen. Und danach hat es nichtmehr funktioniert. Weder mit dem alten noch mit dem neuen Passwort. Nun hat das Hotel Star Palace in Pahar Ganj kein Wifi mehr.

Post in Pahar Ganj

Schon am Montag, nachdem ich beim Taj war hatte ich Postkarten geschrieben. Eigentlich hatte ich noch garnicht vor das zu tun. Aber ich konnte einen Rikschafahrer nicht passend bezahlen und musste irgendwo etwas billiges kaufen, um Wechselgeld zu kriegen. Und so bekam ich 10 Postkarten für 60 Rupees. Seitdem habe ich die Postkarten herumgetragen. Es ist nicht so einfach in Indien eine Post zu finden. Aber nun will ich endlich nach einer suchen. Ich frage in meinem Hotel, wo das nächste Postamt ist und kriege eine Wegbschreibung, die mir nicht wirklich weiterhilft. Dort wo die Post sein soll bin ich schon zig mal gewesen. Ich gehe trotzdem hin und sehe mich um. Nach einer etwas längeren Suche finde ich sie auch tatsächlich. Sie ist im ersten Stock eines Hauses und nur ein fast unsichtbares Schild inmitten tausender anderer Schilder und dem Trubel des Marktes weist auf die Post hin. Froh sie gefunden zu haben stehe ich vor einem einladenden Eingang. Eine schmale dunkle Treppe.

Treppe zur Post

So stelle ich mir eine Post vor. Oben geht es durch verschiedene dunkle Räume. Der Schalter selbst befindet sich dann auf dem Balkon. Ich habe Briefmarken gekriegt und er hat die Postkarten in einen Korb geschmissen. Mit etwas Glück kommen sie also irgendwann in Deutschland an.

Nachdem das erledigt ist marschiere ich los zum Ghandimuseum, das mir empfohlen worden ist. Ich gehe vielleicht zwei oder drei Stunden bis ich dort bin. Sehe unterwegs aus der Ferne sogar das berühmte India Gate. Abgehakt. Ich bin mir nicht sicher, ob das Museum kostenlos ist oder ob ich durch den Ausgang reingegangen bin. Bezahlt habe ich jedenfalls nichts.

World Peace Gong im Gandhimuseum

Das Museum muss eine Art Pilgerstätte für Inder sein. Es ist wirklich voll mit Indern. Es gibt aber auch eine Menge zu sehen. Wachsfiguren, Dioramen, „Weltliche hinterlassenschaften Ghandis“, Videoräume und ganz ganz ganz viele Infoschilder. Nach der Besichtigung geht es per Rickscha zurück nach Pahar Ganj, den Abend ausklingen lassen und chillen. Den nächsten Tag spaziere ich durch Old Delhi. Das ist recht unspektakulär.

Alte Moschee im archäologischen Park. Die Leute müssen damals wirklich klein gewesen sein.

Danach ist auch schon mein letzter Tag in Delhi. Ich will zum Qutab Minar. Irgendein hoher Turm. Zum ersten mal fahre ich mit der Metro. 19 Rupen um durch die halbe Stadt zu fahren. Ich hätte öfter ubahn fahren sollen. Von der Station zur Sehenswürdigkeit ist es noch ein Stück. wiedre entschließe ich mich zu laufen und es erweist sich als gute Entscheidung. Ich finde neben der Autobahn einen Archäologischen Park, der voll mit alten Monumenten ist. Da ist eine Moschee, Ruinen, kleine Tempel, . In einem dunklen Gebäude ertappe ich natürlich einen Inder beim Masturbieren, der sich dann hundertmal entschuldigt während ich weggehe. In dem Park halte ich mich einige Stunden auf, ehe ich zum Qutab Minar gehe. Die wollen 250 Rupees. Das ist mr zu viel für einen Turm, den ich auch von außen sehe. Daher fahre ich dann mit der Rikscha nach Nizzamuddin von wo aus ich zum Zoo von Delhi gehen will. Es ist ein interessanter Spaziergang, der mich durch Slums führt. Menschen die in oder von Müll leben. Ein trauriger Anblick. Da weiß man, wie gut es einem doch geht.

Slum von Nizzamudin

Der Zoo war dann leider schon geschlossen, als ich dort angekommen war. Also machte ich mich wieder auf den Weg zu meinem Hotel, meine Sachen abholen, bin nochmal in ein Restaurant um zu essen und bin dann zum Flughafen gefahren, wo ich die Nacht verbracht habe. Da war die Vorfreude schon groß. Bald bin ich in Nepal!

Jetzt bin ich schon seit gestern Nepal aber das ist eine Geschichte für den nächsten Eintrag 🙂

 

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